Pressemitteilung vom 06.05.2009

Merzig, 6. Mai 2009:

Größte Datenbank zum internationalen Strafrecht

Die größte Datenbank zum internationalen Strafrecht ist jetzt für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Unter der Bezeichnung „Legal Tools“ wurde sie von der Europäischen EDV-Akademie des Rechts und dem Institut für Rechtsinformatik der Universität des Saarlandes in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag erstellt. Die Datenbank enthält die gesamte Rechtssprechung des Internationalen Strafgerichtshofs und aller bisherigen Kriegsverbrechertribunale seit den Nürnberger Prozessen.

"Mit über 45.000 Dokumenten von 1945 bis heute haben wir die bisher größte und umfangreichste Sammlung zum Völkerstrafrecht aufgebaut", sagte Mathias Gisch, der Entwickler des Systems an der Europäischen EDV-Akademie des Rechts in Merzig, anlässlich der Präsentation der neuen Datenbank. Mehrere wissenschaftliche Partnerinstitutionen des Internationalen Strafgerichtshofs lieferten die Dokumente, die in diesem Projekt zu einer Sammlung vereint wurden. Zu den Partnern gehören Friedensforschungsinstitute, Universitäten aus Norwegen, Österreich und Deutschland sowie die Prozessbeobachter von TRIAL Watch aus Genf. Die saarländische Landesregierung hat das Projekt finanziell unterstützt.

Die Europäische EDV-Akademie des Rechts hat bereits in einem anderen Projekt mit dem Den Haager Gericht zusammengearbeitet, erläuterte Projektkoordinator Ralph Hecksteden. Die Merziger Akademie erstellte etwa eine Beweisführungssoftware zusammen mit dem Internationalen Strafgerichtshofs, die so genannte "Case Matrix". Daneben betreibt das Merziger Unternehmen mehrere juristische Informationssysteme, unter anderem zum Hochschul- und Urheberrecht.

Die "Legal-Tools" Datenbank ist unter http://www.icc-cpi.int/ und dort unter "Legal texts and tools" zu erreichen.

 

Veranstaltungshinweis

3. Compliance Tag in Merzig

 

Internationalität und drängender Wettbewerb auf der einen und der Aktionismus des Gesetzgebers sowie die steigende Flut an Verordnungen und Gerichtsurteilen auf der anderen Seite schaffen immer neue, teilweise unmittelbare oder mittelbare, persönliche Haftungsrisiken für das Unternehmen und dessen Leitungs- und Aufsichtsorgane. Eine sachgerechte und vor allem wirtschaftliche „Compliance-Organisation“ kann eine „Organisation der Legalität“ in Ihrem Unternehmen sicherstellen.

 

Am Freitag, den 5. September 2008, ab 13.00 Uhr, findet der 3. Compliance Tag, Merzig in der Sparkasse Merzig-Wadern, Schankstraße 7, Compliancen-Themen wie:  

Informationssysteme, Workflow und Compliance (Aktualitätenmanagement) 
Gastredner: Prof. Dr. Herberger (Europäische EDV-Akademie des Rechts)

Haftungsrisiken für Unternehmen und ihre Manager. Passende Lösungsmöglichkeiten?
Gastredner: Prof. Dr. Jäger / Prof. Dr. Hossenfelder (Institut für Management und Recht)

D&O Versicherungen    Gastredner: Herr Körner (Marsh GmbH) 

Wir freuen uns gleichzeitig über die Eröffnungsvorträge von Herrn Dr. Lauer (Oberbürgermeister der Stadt Merzig) und Herrn Eckert (Vorsitzender des Vorstands, Sparkasse Merzig).

 

Pressemitteilung vom 14.04.2008

Merzig, 14. April 2008: Die Europäische EDV-Akademie des Rechts (EEAR) hat im Rahmen der von ihr betriebenen hochschulrechtlichen Rechtsprechungsdatenbank KMK-Hochschulrecht (www.kmk-hochschulrecht.de) nach erfolgreichem Testlauf eine von FirstSquare (www.firstsquare.de) zur Verfügung gestellten browserbasierten Software zum Datenaustausch in Betrieb genommen. Mit der von FirstSquare entwickelten Plattform, wird die für Rechtsprechungsdatenbanken übliche arbeitsteilige Vorgehensweise bei der Einstellung von gerichtlichen Entscheidungen wesentlich vereinfacht.  

So ist es durch den Einsatz der Austauschplattform dem Einsender selbst möglich, eine bereits in elektronischer Form vorliegende Entscheidung neben den üblichen Angaben wie Gericht, Datum der Entscheidung und Aktenzeichen mit zusätzlichen Schlagwörtern, Leitsätzen oder Anmerkungen zu versehen. Die Entscheidung wird mit diesen zusätzlichen Angaben sodann auf der FirstSquare Plattform gespeichert und die Mitarbeiter der EEAR werden über die neue Einsendung informiert. Es folgt die Überprüfung der Angaben auf Vollständigkeit und gegebenenfalls werden fehlende Informationen ergänzt. Diese Metadaten werden von der Plattform in einem XML-Format bereitgestellt und können so direkt auf den Datenbankserver übernommen werden. 

Dies vereinfacht die Veröffentlichung neuer Entscheidungen erheblich. Anders als bei postalisch eingesandten Urteilen entfällt die notwendige Digitalisierung und damit auch der bisher erforderliche Arbeitsaufwand für die der Neuaufbereitung der Entscheidung mit fehlenden oder lediglich per E-Mail oder konventioneller Post übermittelten Zusatzinformationen wie Schlagwörtern oder Anmerkungen. Durch die Zusammenarbeit mit FirstSquare ist es der EEAR möglich, Entscheidungen innerhalb kürzester Zeit in der hochschulrechtlichen Datenbank zu veröffentlichen, da das eingestellte Urteil mit seinen Zusatzangaben nach der Speicherung auf den Datenbankserver unmittelbar freigeschaltet werden kann. Die betreffende Entscheidung samt der Metainformationen steht dem Datenbanknutzer ab diesem Zeitpunkt zur Verfügung. Damit haben sich die bislang üblichen Arbeitsabläufe wesentlich vereinfacht und der Datenbanknutzer profitiert von der Effizienzsteigerung durch einen schnelleren Service.  

Die Handhabung der FirstSquare-Plattform ist einfach und sowohl für den Datenbankbetreiber als auch den Einsender selbsterklärend. So ist die Software nach kurzer Einweisung installiert und einsatzbereit. Sie kann beim Hochladen von Daten intuitiv bedient werden, wie man dies von seinem E-Mail-Programm in Bezug auf Attachments gewohnt ist - unterscheidet sich der Vorgang doch lediglich in der gezielten Abfrage von Metainformationen, die dem Datenbanknutzer zur Verfügung gestellt werden. Die Nutzung der Austauschplattform ist daher für den Betrieb von Datenbanken, die auf einen größeren Kreis von Datenlieferanten zurückgreifen, ein enormer Schritt zur Arbeitserleichterung und Effizienzsteigerung.  

Die Kooperation zwischen der EEAR, die sich neben einem Schulungsangebot als Schnittstelle zwischen Recht und Technik versteht, und einem kompetenten Team von Software-Entwicklern seitens FirstSquare, einer Medienagentur, welche bereits vielfach kundenorientierte Lösungen erfolgreich am Markt etablieren konnte, hat gezeigt, dass sich durch den interdisziplinären Austausch zwischen Juristen und IT-Fachleuten hervorragende Lösungen für die Praxis entwickeln lassen.

First Square
www.eear.de